Was für ein Schießprügel?!
Der heutige Beitrag zählt zur pikanteren Sorte, beschäftigt er sich doch mit der Frage: Was ist eigentlich schlimmer, Games oder Pornos? Bevor sich der geneigte Leser, ob dieser merkwürdigen Fragestellung, um meine geistige Gesundheit sorgt, sei angefügt, dass diese Idee nicht von mir stammt. Bei meiner allmorgendlichen Lektüre stieß ich auf einen Artikel auf pcmag.com, der sich damit beschäftigte. Der etwas kuriose Vorfall ist inzwischen auch bei jetzt.de und Gamestar nachzulesen. Was ist aber nun eigentlich genau passiert?
Die Debatte um die Killerspiele scheint wieder in Gang zu kommen. Der Ausgangspunkt ist dieses Mal jedoch nicht bei den üblichen Verdächtigen zu suchen, sondern kommt aus einer ganz anderen Ecke, nämlich der Schmuddelecke. Anlässlich einer Podiumsdiskussion auf der CES (Consumer Electronic Show) in Las Vegas zum Thema Verbreitung von Pornografie im Internet, erläuterte Erotik-Star Ron Jeremy, dass Pornos für Minderjährige weitaus weniger schädlich wären als Videospiele. Als Quelle für seine gewagte These gab er nicht näher benannte Studien an.
Der Gedanke kann natürlich diskutiert werden, auch wenn ich an dieser Stelle darauf verzichten will. (Ich bin kein Psychologe und kann daher nicht beurteilen, welche Schäden an der Psyche durch Darstellung von Sex – und hier ist das Spektrum bei Pornos schließlich unbeschreiblich – und Gewalt entstehen können. Fakt ist aber, dass Inhalte, die erst mit 18 Jahren freigegeben sind, nicht in Kinderhände gehören!) Mir geht es hier vor allem um den prinzipiellen Vergleich. Games erfahren hier ein absolute Stigmatisierung zu etwas abgrundtief bösem. Wenn man also ein fragwürdiges Produkt herstellt – und Pornos sind, trotz enormer Verbreitung, gesellschaftlich fragwürdig – reicht es offenbar darauf hinzuweisen, dass es immer noch besser ist als ein Videospiel. Na dann, zum Glück ist alles so einfach. Wir müssen einfach nur irgendetwas finden, das wir als noch schlechter und schädlicher als wir selbst schon sind brandmarken können… und schon sind wir fein raus.
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